Keine Pauschalsteuer mehr auf Aufmerksamkeiten an Kunden

Seit 2007 haben Unternehmer bei betrieblich veranlassten Sachzuwendungen und Geschenken die Möglichkeit, eine Pauschalsteuer von 30 % zu leisten. Als Folge müss der Empfänger die Zuwendung nicht versteuern.

In einem koordinierten Ländererlass hatte die Finanzverwaltung im Jahr 2008 zur Anwendung dieser Regelung Stellung genommen. Danach mussten z.B.

  • Streuwerbeartikel (Sachzuwendungen bis 10 EUR) nicht in die Bemessungsgrundlage der Pauschalierung einbezogen werden, werden also nicht besteuert,
  • bei der Prüfung, ob Aufwendungen für Geschenke an einen Nichtarbeitnerhmer die Freigrenze von 35 EUR pro Wirtschaftsjahr übersteigen, die übernommene Steuer nicht mit einbezogen werden. Die Abziehbarkeit der Pauschalsteuer als Betriebsausgabe richtet sich danach, ob die Aufwendungen für die Zuwendung als Betriebsausgabe abzugsfähig sind.

Nach einer bundesweiten Abstimmung des Bundes und der Länder müssen bloße Aufmerksamkeinten (Sachzuwendungen aus Anlass eines besonderen persönlichen Ereignisses, wie Geburtstag, Jubiläum) mit einem Wert bis zu 40 EUR (inklusive Umsatzsteuer) NICHT mehr in die Bemessungsgrundlage der Pauschalsteuer einbezogen werden.